Peter Wirtz
Hans Elbeshausen

Nordhorner Künstlerinnen und Künstlern über die Schulter geschaut-Begegnung mit und arbeiten wie … Peter Wirz und Hans Elbeshausen

Wäre es nicht spannend, wenn Künstler und Kinder sich persönlich begegnen würden, die Künstler eine für sie typische Technik erklären würden und die Schüler diese Technik anschließend selbst ausprobieren dürften?

 

Im Herbst 2014 entstand an der Grundschule Blumensiedlung die Idee zu einem besonderen Angebot im Rahmen des Kooperationsverbundes zur Förderung besonderer Begabungen, zu dem in Nordhorn fünf Grundschulen und zwei Gymnasien gehören.

Der Landkreis plante gerade eine große Ausstellung mit Zeichnungen und Glasobjekten von Peter Wirtz. Peter Wirtz war sofort begeistert. Er konnte sich vorstellen, mit Kindern im Alter seiner Enkeltochter einen Workshop durchzuführen. So wurden Zweitklässler zur Teilnahme eingeladen.

In der Ausstellung im Gebäude des Landkreises Grafschaft Bentheim zeigte Peter Wirtz zunächst, wie mit Feder, Tinte und viel Geduld Zeichnungen entstehen und demonstrierte anschaulich den Entstehungsprozess seiner gläsernen „Feuervögel“. Schnell kam er mit den Kindern ins Gespräch.

Eine Woche später wurden die Kinder dann selbst aktiv. Peter Wirtz ließ es sich nicht nehmen, jedem eine selbst geschnitzte Rohrfeder zu schenken, die Kinder persönlich anzuleiten und ihnen Tipps zu geben. Als Modelle brachte er jene merkwürdigen Kakteen mit, die ihm selbst für einige großformatige Zeichnungen als Vorbild gedient hatten. Die Kinder sahen ganz genau hin und zeichneten sehr konzentriert. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen.

Im Frühjahr 2015 fand die zweite kleine Veranstaltungsreihe mit Hans Elbeshausen statt. Sein Thema lautete: „Collagen einer Stadt“. Auch hier stand das Kennenlernen des Künstlers und die Hinführung zu einer Technik – diesmal der Technik „Collage“ - am Anfang des Workshops. Schnell übertrug sich Hans Elbeshausens Freude am Experimentieren mit unterschiedlichen Materialien auf die teilnehmenden Kinder. An drei Terminen entstanden eigene Werke, die zum Abschluss in einer richtigen kleinen Vernissage – mit Eröffnungsrede, Saft und Keksen dem (elterlichen) Publikums vorgestellt wurden.

Quasi nebenbei sammelten die Teilnehmer Erfahrungen über kubistische Formen, Perspektive, Raumtiefe, Goldenen Schnitt und die Verwendung von Farben und verschiedenen Stiften. Die beiden Workshops waren ein voller Erfolg und haben allen Beteiligten, besonders auch den beiden Künstlern, viel Spaß gemacht. Es wäre schön, wenn sich auch im kommenden Schuljahr Künstlerinnen oder Künstler bereit erklären würden, im Rahmen dieser Reihe ihr Wissen und ihre Freude am Gestalten an Kinder weiterzugeben. (Ansprechpartnerin: Dorothee Schwickert/Lisa Schröder, Grundschule Blumensiedlung, Tel. 13912)

 

 

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